Der Touch HD bietet wie die anderen Touch-Neuvorstellungen TouchFlo 3D,
den speziellen Programmstarter von HTC. Das verleiht den Geräten eine
Bedienung, die teilweise dem iPhone ähnelt: Mit einem Fingerwisch kann
zwischen Fotos oder Seiten gewechselt werden. Auch das Scrollen in
langen Listen mit einem Fingerstreich wird unterstützt. All dies
geschieht beim Neuling über einen 3,8 Zoll großen Touchscreen, der bei
einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln vermutlich bis zu 65.536 Farben
darstellt. Diese Farbobergrenze gilt jedenfalls bei den übrigen
Touch-Geräten.
Für Foto- und Videoaufnahmen gibt es eine 5-Megapixel-Kamera mit
Autofokus, während eine zweite VGA-Kamera für Videotelefonate verwendet
werden kann. Im Mobiltelefon befindet sich ferner ein GPS-Empfänger.
HTC machte aber keine Angaben dazu, ob auch passende
Navigationssoftware beiliegt. Beim internen Speicher stehen dem Nutzer
288 MByte zur Verfügung, der mittels Micro-SD-Karten aufgestockt werden
kann. Im Innern des Touch HD steckt ein Qualcomm-Prozessor, der mit
einer Taktrate von 528 MHz arbeitet.
Das Mobiltelefon misst 115 x 62,8 x 12 mm und ist mit einer
3,5-mm-Klinkenbuchse versehen, so dass sich handelsübliche Kopfhörer
direkt nutzen lassen. Neben HSDPA-Unterstützung bietet das Smartphone
GSM-Technik für die vier Netze 850, 900, 1.800 sowie 1.900 MHz. Beim
Datenfunk unterstützt es GPRS, EDGE sowie HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s.
Als weitere Drahtlostechniken sind WLAN nach 802.11b/g sowie Bluetooth
2.0 vorhanden.
Als Betriebssystem setzt HTC in der aktuellen Neuvorstellung auf
Windows Mobile 6 in der Professional-Version. Zum Leistungsumfang
gehören PIM-Applikationen zur Termin-, Adress- und Aufgabenverwaltung
sowie für die E-Mail-Korrespondenz. Außerdem liegen die
Mobile-Ausführungen von Word, Excel und PowerPoint sowie der Internet
Explorer und Windows Media Player in den Mobile-Versionen bei.
Mit Akku wiegt das Smartphone 146,4 Gramm und im UMTS-Betrieb
wird eine Sprechzeit von beachtlichen 6,5 Stunden versprochen. Im
GSM-Betrieb liegt die Gesprächsdauer mit einer Akkuladung hingegen nur
bei 5 Stunden. Welchen Kniff HTC angewendet hat, damit die
Gesprächszeit im UMTS-Modus länger ist als im GSM-Netz, ist nicht
bekannt. Üblicherweise ist es umgekehrt und die UMTS-Nutzung kostet
mehr Akkuleistung. Im Bereitschaftsmodus muss der Akku im Mobiltelefon
nach rund 18 Tagen wieder an die Steckdose. Alle Werte gelten
voraussichtlich ohne aktiviertes WLAN oder GPS, so dass der Einsatz
dieser Techniken die Einsatzdauer verkürzt, bis der Akku wieder geladen
werden muss.